Gemeinhin weiss jeder, was eine Deflation ausmacht. Doch gemach wenn man sich in der Vorwahlzeit befindet und als verlässlicher Schreiberling sich nicht überwerfen will. Das ist für die Karriere nicht gut zum einen und zum anderen ein Grund, weswegen so wenige noch Zeitungen kaufen.
Philip Plickert und Markus Frühauf von der FAZ sehen trotz klarer Deflation keine Deflation. In der FAZ berichten sie, dass eine gefährliche (es gibt also auch ungefährliche) Deflation nicht zu erwarten sei und finden natürlich auch Ökonomen, um das zu belegen.
Die Inflationsrate betrug im Juli minus 0,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.
Das HB sieht eher das Gegenteil von Inflation.
Ganz anders in der FAZ
„Von einer Deflation kann keine Rede sein.“ Schon in den nächsten Monaten werde die Inflation wieder steigen, sagte Franz.
Nach Berechnung der Statistiker haben sich Energieprodukte gegenüber Juli 2008 um 11,5 Prozent verbilligt, Benzin und Diesel sogar um mehr als ein Viertel. Der Rohölpreis hatte vor gut einem Jahr seinen bisherigen Höchststand erklettert und war danach steil gefallen. Auch viele Nahrungsmittel, zum Beispiel Milchprodukte und Gemüse, sind heute deutlich günstiger als vor einem Jahr. Ohne Berücksichtigung der Preise für Energie und Nahrungsmittel liegt die Inflationsrate bei 1,4 Prozent.
Selbstverständlich, denn die Menschen essen selten und fahren noch weniger Auto.
Nach Ansicht vieler Volkswirte hilft die niedrige Teuerung der Konjunktur, weil sie die Kaufkraft der Verbraucher stärkt.
Meine lieben Volkswirte, Preise werden dann gesenkt, wenn der Konsum drastisch sinkt. Da darf N-TV oder sonst wer noch so viele Spots in den Einkaufspassagen drehen lassen, in denen Bürger artig von ihrer unverminderten Kauflust schwärmen.
Eine Deflation könnte entstehen, wenn die Unternehmen wegen mangelnder Nachfrage ihre Produkte nur noch zu Schleuderpreisen verkaufen können.
Aha, und wieso senken Aldi und andere nun wiederum die Preise? Im Weiteren kommt eine Kernpassage, die Franz nun widerspricht :
Doch viele Bürger hätten ganz andere Sorgen. Sie erwarteten nicht fallende Preise, sondern befürchteten eine galoppierende Inflation, sagt Walter, „weil die Geldbasis so stark ausgeweitet wurde und es so riesige Staatsdefizite gibt“. Diese Sorge werde sich aber als unbegründet erweisen, meinte Walter. Die Europäische Zentralbank (EZB) sei unabhängig. Sie werde bei steigenden Inflationserwartungen rechtzeitig aus der expansiven Geldpolitik aussteigen.
Sie (die EZB) werde bei steigenden Inflationserwartungen rechtzeitig aus der expansiven Geldpolitik aussteigen.
Philip und Markus, wisst ihr noch was ihr wollt??