Man muss immer erschrecken, wenn Peer Roccoponte Steinbrück mal wieder Worte ventiliert. Ergeht er sich in faschistoide Kleinländerschelte, ist es naiv wie er vor etwa zehn Tagen sagte, er wüsste nun nicht mehr,wo Steuerflüchtige ihr Geld unterbringen sollen. Oder dieses ‘crass Keynesianism’ Ding. Und dann diese Mimik; hier kommt ein plumper Deutscher.
Ja, und dann ist da noch ne Wahl. Trotz der gibt es da diese toxic assets … und war eigentlich schon gesagt, dass Wahljahr ist ??? denn:
Die „giftigen Papiere“ werden die Steuerzahler nicht belasten
Zwei Modelle werden geprüft:
Risikopapiere sofort mit ihren Buchwerten in eine Zweckgesellschaft überführt werden. Lies Bad Bank, die aber natürlich keine ist.
Die „giftigen Wertpapiere“ könnten aber auch vor einer Auslagerung aus den Bankbilanzen zunächst (!) von Fachleuten (!!) bewertet werden. Das sei aber schwierig. Wieso? Es sind doch Fachleute.
Man dachte bislang, Preisfindung von Wertpapieren findet über den Markt statt, aber bei Fachleuten fällt sofort Rollemann Berger ein, DIW Zimmermann … natürlich nicht, sondern Bankfachleute, die ihren Schrott natürlich nicht unterbewerten werden.
Zusätzliche Belastungen für den Steuerzahler werde es nicht geben, hob Steinbrück hervor. Wie das? Das sind doch CDOs und CDSs, die nun ausgegliedert werden und natürlich bei der Bad Bank, die keine ist, bilanziert werden. Und dies ist der Staat und es hilft auch kein „Zeitraum von zehn bis zwanzig Jahren“.
Hier kommt die Wahllüge ganz dick:
Der Bund übernehme nur eine Garantie für Defizite, die am Ende übrig bleiben könnten. Die Rede ist von einem Zeitraum von zehn bis zwanzig Jahren.
Die Aussage ist an Dämlichkeit nicht zu überbieten. Defizite könnten auftreten bei Assets, die auf dem Markt keine Wertfindung erhalten, weil sie ein unüberblickbarer Schrott sind. Wer begleicht die Defizite dann, wenn nicht der Staat und damit der Steuerzahler. Denn:
Wie aus einem internen Papier des Finanzministeriums hervorgeht, geht die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach einer Auswertung der Portfolien von siebzehn Banken davon aus, dass in den Bilanzen ein Risiko von maximal 853 Milliarden Euro vorhanden ist.
Da steht „in den Bilanzen ein Risiko von … 853 Mrd Euro“!!! Gott, mach mich ein bischen schwanger.